011 XI. Teth – Lust

Crowley:
Die getöteten Götter – XI. 156 & 666
Allgemein: Besänftige Energie mit Liebe; doch laß die Liebe alle Dinge verzehren. Verehre den Namen-,viereckig, mystisch, voll Wunder, und den Namen Seines Hauses 418.
Akron:
Liebeslust, Kraft, sexuelle Transformation
Allgemein: Energie, Leidenschaft, archaische, weibliche Kraft, animalische Stärke, Lebensfreude, Instinkt, sexuelle Transformation.
Beruf: Engagement, Vitalität, Ausstrahlungskraft, hohe Triebenergie bzw. Liebesaffären am Arbeitsplatz, Dominanz im persönlichen Umfeld, weibliche Souveränität und sexuelles Charisma (bei Frauen) oder Anziehung von energievollen, souveränen Damen (bei Männern).
Liebe: Triebhafte Leidenschaft, sexuelles Feuer, seelische Tiefe und physische Intensität, Verbindung mit der inneren Göttin (Frau) bzw. Hingabe an die Frau, ohne Angst, sich zu verlieren oder von ihr verschlungen zu werden (Mann).
Weltbild: Matriarchalische Strukturen, Sexualmagie, Entfaltung und freies Fließen von Lebenskräften, Vertrauen in die innere Heilerin und Zauberfrau, Auseinandersetzung mit Hexen- und Heidentum.
Baphomet – Tarot der Unterwelt: In herkömmlichen Tarots wird die Kraft von einer mutigen Frau verkörpert, die die animalischen Mächte besiegt und zähmt: Im Tarot de Marseille hält sie einem Löwen das Maul auf, im Rider-Waite-Tarot schließt sie es ihm, und im Crowley-Tarot sehen wir sie als lüsterne Amazone die auf dem Rücken einer löwenartigen Bestie reitet.

Die Symbolik dieser Karte verbindet die körperlich aggressive Dynamik des Wagens mit der seelischen Hingabe der Liebenden. Sie ist der Herrscherin seelenverwand, weil sich beide als geistigen Kanal der großen Mutter erleben, durch den der Strom göttlicher Kraft fließt, und sie plädiert für jene züngelnde, geile weibliche Lust, die Hexen auf den Blocksberg trieb, wo sie es nach eigenem Geschmack mit dem Teufel trieben.

Gleichfalls bindet sie jene seelische Ebene in die Erfahrung ein, die von der Urmütter Weisheit durchdrungen ist, und zur lebendigen, nährenden Seite der Muttergöttin führt. Auch steht sie für unbefangene, ungezähmte weibliche Sinnlichkeit – jene amazonenhafte Power, die von der Wechselspannung zwischen sexueller Kraft, unterwerfender Macht und aufreizender Hingabe an die reine Lust lebt.

Doch diese Tatsache lässt sich kaum mit dem Vatergott von Herrscher und Hohepriester vereinen, der die Lust bekämpft und als angestauter Hass auf starke, unabhängige Frauen projiziert. Deshalb heißt es auch: Der Schatten der Kraft ist die Lust auf Krieg.

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