016 XVI. Pe´- Der Turm o. Der Krieg

Crowley:
Die Kinder Horus und Hoor-Pa-Kraat – XVI. Das Gekrönte und Siegreiche Kind aus dem Schoß hervorkommend wie in A.L.P
Allgemein: Zerbreche die Festung Deines Individuellen Selbst, auf das Seine Wahrheit frei aus den Ruinen entsteht.
Buch des Gesetzes: I. 57. Nuith: „Rufet mich an unter meinen Sternen! Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen. Auch sollen die Narren die Liebe nicht verkennen, denn es gibt Liebe und Liebe. Hier ist die Taube und hier ist die Schlange. Wählet gut! Er, mein Prophet hat gewählt, denn er weiß um das Gesetz der Festung und um das große Geheimnis vom Hause Gottes.“
Akron:
Umsturz, Zusammenbruch, Befreiung
Allgemein: Erneuerung und Zerstörung der (verkrusteten) Form, Chaos und Umwälzung als natürliche Ordnung, Aufhebung und Umbruch der Werte, Unfähigkeit, loszulassen und das Bestehende aufzugeben.
Beruf: Desillusionierendes Scheitern der Pläne, finanzielle Krise, Streit, Missverständnisse, Kündigung, Zusammenbruch des Unternehmens, aber auch unerwartete Erkenntnisse bezüglich neuer Zielsetzungen oder wichtiger Richtungsänderungen, neue Lebensformen und der Durchbruch zu sich selbst.
Liebe: Der tief greifende Stachel der Veränderung, rücksichtslose Umschichtung gegenseitiger Spiegelbilder und radikale Umbrüche im Beziehungsumfeld, Ausbruch aus festgefahrenen Interessengemeinschaften und neue Erfahrungen auf den Trümmern der alten Liebe.
Weltbild: Blitzartiges Erkennen der (negativen) Gesamtzusammenhänge, Veränderung in der Maske der Zerstörung und Zerstörung als die schmerzhafte Seite der menschlichen Entwicklung.
Baphomet – Tarot der Unterwelt: Im traditionellen Tarot bedeutet der Turm Erneuerung durch Zerstörung der Form. Der Blitz, der in ihn einschlägt, bezeichnet den Willen zur Überwindung erstarrter Strukturen und die Absicht, das Leben durch Niederreißen innerer und äußerer Mauern wieder zum Fließen zu bringen. Der Turm ist aber nicht nur der Verhinderer, sondern auch der Beschützer oder sogar beides zusammen.

Denn auch die Verhinderung der Zerstörung ist letztendlich zerstörerisch genug, um uns Menschen zur Heilkrise und damit zur Weiterentwicklung zu verhelfen.
Sie ist nämlich nicht nur eine der raffiniertesten Methoden der Verlogenheit – indem sie uns ermöglicht, die Zerstörung vor unseren eigenen Augen unerkannt im anderen zu leben – sondern sie ist auch der Motor des Lebens selbst.

Gesetzt den Fall, die Menschheit wollte wirklich Frieden, dann ließe sich die Frage stellen, was für einen Krieg wir denn verhindern wollen, wenn schon die Verhinderung alle Voraussetzungen für einen Krieg erfüllt.
Der Turm der uns zu schützen scheint, solange wir glauben, dass die Bedrohung allein in der Außenwelt liegt, wäre überflüssig, würden wir erkennen, dass alle Probleme innerhalb des Turmes sind.

Damit verlören wir aber die Stützmauern, die unserer äußeres Weltbild zusammenhalten, nämlich die Feindbilder, und das wäre das unwiderrufliche Ende der patriarchalischen Welt.

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